BSI: Erneut Schwachstellen bei Exchange-Servern

BSI: Erneut Schwachstellen bei Exchange-Servern
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Am Dienstag, den 13. April 2021, um 19 Uhr MESZ hat Microsoft im Rahmen seines Patchdays auch Updates für Exchange Server veröffentlicht. Diese schließen vier Schwachstellen die Tätern die Möglichkeit bieten, aus der Ferne Code auf dem Server auszuführen.

Bei den Schwachstellen handelt es sich um:

  • CVE-2021-28480 Microsoft Server Remote Code Execution Vulnerability
  • CVE-2021-28481 Microsoft Server Remote Code Execution Vulnerability
  • CVE-2021-28482 Microsoft Server Remote Code Execution Vulnerability
  • CVE-2021-28483 Microsoft Server Remote Code Execution Vulnerability

Nach Angaben des Herstellers sind die Schwachstellen kritisch. Sicherheitsupdates stehen für die folgenden Versionen zur Verfügung:

  • Exchange Server 2013 CU23
  • Exchange Server 2016 CU19 und CU20
  • Exchange Server 2019 CU8 und CU9

Bewertung

Die Schwachstellen sind mit CVSS-Scores von bis zu 9,8 als kritisch zu bewerten. Sie wurden im Rahmen eines Coordinated Vulnerability Disclosure an Microsoft gemeldet und sind noch nicht öffentlich.

Da Exchange Server aber gerade im besonderen Fokus der Angreifer stehen, ist mit einer hohen Wahrscheinlichkeit mit einer baldigen Ausnutzung zu rechnen. Die Installation der Patches sollte daher kurzfristig durchgeführt werden. Ein Zusammenhang zu den Exchange Schwachstellen von Anfang März (BSI CSW-Nr. 2021-197772) scheint nicht zu bestehen.

Maßnahmen

Das BSI empfiehlt dringend das Einspielen der von Microsoft bereitgestellten Sicherheitsupdates. Bitte beachten Sie, dass die Updates nur für Server mit aktuellen kumulativen Updates (CU) zur Verfügung stehen. Verwundbar sind allerdings alle CUs.
Grundsätzlich sollten auch alle sonstigen Sicherheitsupdates, die Microsoft im Rahmen des Patchdays veröffentlicht zeitnah installiert werden.

Die Sicherheitsupdates sind in einem freigegebenen Dokument des BSI gelistet.

Auch im März war Microsoft Exchange von Sicherheitslücken betroffen – mehr Informationen finden Sie in unserem IT-Journal.

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Dieser Beitrag basiert in Teilen auf einer Pressemeldung des BSI: https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Cybersicherheitswarnungen/DE/2021/2021-207541-1032.pdf?__blob=publicationFile&v=2

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