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Citrix-Umfrage: Vier-Tage-Woche in Deutschland beliebt aber unwahrscheinlich

66 Prozent der Bundesbürger würden vier Tage arbeiten, wenn sie gleiches Geld bekommen. 87 Prozent halten baldige Einführung von Vier-Tage-Woche aber für unwahrscheinlich.

Die große Mehrheit der Deutschen Arbeitnehmer (87 Prozent) hält es für unwahrscheinlich, dass ihr Arbeitgeber in nächster Zeit eine generelle Vier-Tage-Woche einführen wird. Wünschen würden es sich die Arbeitnehmer allerdings: 66 Prozent würden gerne vier Tage pro Woche arbeiten, solange sich ihr Verdienst nicht verringert. 15 Prozent würden auch Gehaltseinbußen in Kauf nehmen. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Befragung von Citrix unter 3.750 Teilnehmern aus neun Ländern zur Einstellung von Arbeitnehmern bezüglich einer Woche mit vier Arbeitstagen.

Gründe gegen eine Vier-Tage-Woche

Warum ist eine viertägige Wochenarbeitszeit nicht weiter verbreitet, obwohl sie unter Arbeitnehmern so beliebt ist? Dafür gibt es einige Gründe. Vorbehalte von Arbeitgebern liegen auf der Hand, aber auch die Angestellten selbst nennen in der Umfrage Gründe, die für die Beibehaltung einer Woche mit fünf Arbeitstagen sprechen. Ein knappes Drittel der Befragten fürchtet, sie würden ihre Arbeit nicht in vier Tagen schaffen und müssten dennoch fünf Tage arbeiten. Ganze 41 Prozent der Teilnehmer stimmen der Aussage zu, dass sie sich aktuell näher an einer Sechs-Tage-Woche bewegen als an einer Vier-Tage-Woche. Die Hälfte (49 Prozent) ist der Meinung, dass vier verbleibende Arbeitstage umso stressiger wären. Die Umfrageteilnehmer identifizieren auch gesamtgesellschaftliche Hindernisse. 59 Prozent denken, dass vier Wochenarbeitstage auf nationaler Ebene nicht umsetzbar sind, weil dazu ein umfassender Kulturwandel nötig wäre. 42 Prozent sagen, dass eine Vier-Tage-Woche einer Volkswirtschaft einen Nachteil auf den Weltmärkten verschaffen würde.

Einschätzung der Arbeitnehmer im internationalen Vergleich

In Deutschland halten nur fünf Prozent der Befragten die Einführung einer Vier-Tage-Woche bei ihrem Arbeitgeber für sehr wahrscheinlich, sieben Prozent für wahrscheinlich. In Großbritannien sind es dagegen im Vergleich 14 und 24 Prozent. Auch die Franzosen beurteilen die Chancen der Vier-Tage-Woche positiver, dort halten 13 Prozent die Einführung für wahrscheinlich, zehn Prozent sogar für sehr wahrscheinlich. In den skandinavischen Ländern werden die Chancen der Vier-Tage-Woche ähnlich wie in Deutschland negativ beurteilt. In Schweden denken sogar 92 Prozent der Befragten, dass das Konzept nicht eingeführt wird. Bei Arbeitgebern, die das Modell bereits anbieten, erreicht nur das Vereinigte Königreich mit fünf Prozent einen nennenswerten Anteil. In Deutschland hätte derzeit nur ein Prozent der Befragten bei ihrem Arbeitgeber tatsächlich die Möglichkeit, in ein Vier-Tage-Modell zu wechseln.

Weniger Arbeitszeit erfordert mehr Produktivität

Zwei Drittel der Deutschen würden gerne für das gleiche Geld nur noch vier Tage in der Woche arbeiten. Das bedeutet aber auch, dass sie in diesem verkürzten Zeitraum das gleiche Arbeitspensum bewältigen müssen, sonst werden sich Arbeitgeber nicht auf dieses Modell einlassen. Dafür ist wiederrum eine deutliche Steigerung der Produktivität erforderlich. Gelingt es Unternehmen, die Produktivität ihrer Belegschaft derart zu steigern, dass vier Arbeitstage ausreichen, wäre das allerdings ein enormer Vorteil auf dem Arbeitsmarkt. Es lohnt also, einen Blick darauf zu werfen, wo Arbeitnehmer die größten Produktivitätshindernisse sehen. Etwa ein Viertel (24 Prozent) der befragten Arbeitnehmer gibt an, dass sich die Zeit, die sie für eine Aufgabe benötigen, durch verbesserte Prozesse im Unternehmen reduzieren ließe. 17 Prozent der Teilnehmer halten bessere und effizientere Technik für einen Weg zum Ziel. Prozess- und Technologieoptimierung sind also wichtige Maßnahmen, um die Effizienz in Unternehmen zu steigern.

„Einfach so nur noch vier Tage arbeiten und das gleiche Gehalt beziehen, das wird noch in den wenigstens Fällen funktionieren“, kommentiert Oliver Ebel Area Vice President Central Europe bei Citrix. „Das soll aber nicht heißen, dass es unmöglich ist, eine Vier-Tage-Woche in der Praxis umzusetzen. Doch dafür müssen wir noch mehr als bisher unnötige Tätigkeiten reduzieren. Dabei spielt auch Technologie eine große Rolle. Zeit, in der sich Mitarbeiter mit veralteter Software herumärgern, ist verloren, während innovative Lösungen dazu beitragen können, lästige Routineaufgaben abzunehmen. Mit dem Mut, ihre Prozesse zu überdenken, und Investitionen in die richtige Technologie können es Unternehmen durchaus schaffen, ihren Mitarbeitern eine Vier-Tage-Woche anzubieten.“

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Dieser Blogeintrag beruht in Teilen auf einer Pressemeldung unseres Technologiepartners Citrix: https://www.citrix.de/news/announcements/oct-2019/citrix-umfrage-vier-tage-woche-in-deutschland-beliebt-aber-unwahrscheinlich-de.html

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Philipp Ludwig

Philipp Ludwig stieß nach seinem Studium der Angewandten Medien- und Kommunikationswissenschaft, Bachelor of Arts, an der Technischen Universität Ilmenau zum Team VINTIN. Zuvor unterstützte er als Redakteur unter anderem das Ilmenauer Studentenradio sowie die Produktion bei der Landeswelle Thüringen.

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