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Nutanix: Implementierung der Hybrid-Cloud läuft in EMEA an

Unser Technologiepartner Nutanix hat die EMEA-spezifischen Ergebnisse seines jährlich erscheinenden Enterprise Cloud Index vorgelegt. Sie zeigen, dass die Unternehmen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika ähnlich der Situation in anderen Regionen die hybride Cloud nach wie vor als das „ideale“ IT-Modell betrachten. Allerdings wird, um diesen Ansatz zu verfolgen, die Verlagerung von Anwendungen aus den Rechenzentren der Unternehmen heraus ein klein wenig länger dauern als bisher angenommen.

Anstatt die Nutzung von Rechenzentren bis 2019 um fast 20 Prozent zu reduzieren (wie von den Befragten des EMEA Enterprise Cloud Index 2018 prognostiziert), zeigt der neueste Bericht einen tatsächlichen Anstieg von fast 14 Prozent. Dies ging einher mit einem Rückgang der Hybrid-Cloud-Nutzung um etwa fünf Prozent – anstatt des zuvor prognostizierten Anstiegs um sieben Prozent. Insgesamt bleiben die Unternehmen in der EMEA-Region nun etwa sechs Prozentpunkte hinter Nord- und Südamerika bei der Implementierung hybrider Clouds zurück. Desgleichen hinken sie beim Thema Multi-Cloud-Einführung hinterher. Trotz dieser Zahlen berichteten die befragten Unternehmen von ihren ehrgeizigen Plänen, bis 2024 die Verbreitung hybrider Clouds in der Region von heute zwölf auf 53 Prozent im Jahr 2024 zu steigern.

Zur Erklärung der Unterschiede tragen Erkenntnisse des Berichts bei, wonach EMEA-weit uneinheitliche Einstellungen und ein geringerer Enthusiasmus gegenüber der Public Cloud und ihrem Stellenwert in der Hybrid-Cloud-Gleichung vorliegen. So bezeichneten etwa 19 Prozent der EMEA-Unternehmen Datensicherheit und Compliance als den wichtigsten Public-Cloud-Vorteil. Dieser Prozentsatz liegt höher als bei jedem anderen Faktor, den die Kollegen der EMEA-Firmen in Amerika sowie im asiatisch-pazifischen Raum (APJ) genannt haben. Gleichzeitig sah mehr als die Hälfte der EMEA-Unternehmen (60 Prozent) im Thema Sicherheit eine der größten Herausforderungen der Public-Cloud-Komponente.

Im Vergleich zu anderen Regionen gaben weniger EMEA-Unternehmen an, dass ihre Bedürfnisse „vollständig“ durch die öffentliche Cloud erfüllt werden. Außerdem wurden in EMEA die Budgets für Public-Cloud-Ausgaben tendenziell eher überschritten. All dies erhöht die Notwendigkeit für die Unternehmen in der Region, ihre Pläne zu verfeinern und bisweilen Arbeitslasten zurück ins Rechenzentrum zu verlagern, um sich an die sich schnell verändernden Realitäten bei der Implementierung ihres bevorzugten Hybrid-Cloud-Modells anzupassen.

Wichtige Ergebnisse des Enterprise Cloud Index 2019 im Überblick:

  1. In der EMEA-Region müssen die 2018 geäußerten Pläne, die eine deutliche Migration weg von herkömmlichen Rechenzentren hin zur hybriden Cloud vorsahen, erst noch verwirklicht werden – in Übereinstimmung mit den weltweiten Trends. Anstatt wie im Bericht 2018 vorhergesagt zu sinken, stieg die tatsächliche Rechenzentrumsnutzung 2019 um 14 Prozent an – während die Zahlen für die hybride Cloud um fünf Prozent zurückgingen, anstatt wie vorhergesagt zu steigen.
  2. Trotz des kurzfristigen Rückschritts gibt es in der EMEA-Region aggressive Pläne, die Nutzung hybrider Clouds in den kommenden fünf Jahren voranzubringen. Die Verbreitung hybrider Clouds in der EMEA-Region soll bis 2024 von zwölf auf etwa 53 Prozent steigen.
  3. Was die öffentliche Cloud als Teil der hybriden Cloud-Strategie betrifft, sind Unternehmen in der EMEA-Region weniger optimistisch als jene in anderen Regionen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Unternehmen in EMEA eine gemanagte oder gehostete private Cloud als Teil einer hybriden Cloud-Umgebung betreiben, ist ebenfalls etwas geringer als in Nord- und Südamerika sowie im asiatisch-pazifischen Raum.
  4. Paradoxerweise nannten die Unternehmen in der EMEA-Region Datensicherheit sowohl als wichtigen Vorteil der öffentlichen Cloud als auch als ihre größte Herausforderung. Unternehmen in der EMEA-Region bezeichneten Datensicherheit und Compliance mit etwa 19 Prozent als wichtigsten Vorteil der öffentlichen Cloud. Der Prozentsatz liegt damit höher als jeder andere in den anderen Weltregionen genannten Hauptvorteile. Gleichzeitig sah jedoch mehr als die Hälfte (60 Prozent) Sicherheit als eine der größten Herausforderungen der Public-Cloud-Komponente an.
  5. Vorhandene IT-Fähigkeiten und Cloud-übergreifende Portabilität von Anwendungen sind in der EMEA-Region weniger wichtige Entscheidungsfaktoren für die Cloud als anderswo. Wenn es um den größten potenziellen Einfluss auf die Zukunft des Cloud-Computing geht, haben sich alle Regionen für das Thema Cloud-übergreifende Sicherheit entschieden. Während jedoch 46% der amerikanischen und fast 44% der APJ-Unternehmen die vorhandenen IT-Fähigkeiten als wichtige Faktoren für die Entscheidungsfindung nannten, waren es in der EMEA-Region nur 38% der Unternehmen. Desgleichen nannten 42% der amerikanischen und 43% der APJ-Unternehmen die Portabilität von Anwendungen als wichtigsten Einflussfaktor für Cloud Computing, im Gegensatz zu nur 36% der Unternehmen in der EMEA-Region.

Die Studie

Der Nutanix Enterprise Cloud Index basiert auf Untersuchungen des Marktforschungsunternehmens Vanson Bourne zum aktuellen Stand der Nutzung und geplanten Einführung der Cloud in Unternehmen. Dafür wurden weltweit 2.650 IT-Entscheider in 24 Ländern befragt, wo sie derzeit ihre Geschäftsanwendungen betreiben und wo sie das künftig vorhaben. Sie wurden auch gefragt, welchen Herausforderungen sie bei der Cloud-Implementierung gegenüberstehen und welche Priorität ihre Cloud-Initiativen im Vergleich zu anderen IT-Projekten genießen.

Weitere Studienergebnisse und der vollständige „Nutanix Enterprise Cloud Index 2019“ stehen hier zum Herunterladen bereit.

Haben Sie noch Fragen zu unserem Technologiepartner Nutanix? Kontaktieren Sie uns einfach!

Dieser Blogeintrag beruht in Teilen auf einer Pressemeldung unseres Technologiepartners Nutanix: https://www.pressebox.de/pressemitteilung/nutanix-inc/EMEA-Region-Unternehmen-arbeiten-weiter-an-der-Implementierung-der-Hybrid-Cloud-als-idealem-IT-Modell/boxid/991478

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Philipp Ludwig

Philipp Ludwig stieß nach seinem Studium der Angewandten Medien- und Kommunikationswissenschaft, Bachelor of Arts, an der Technischen Universität Ilmenau zum Team VINTIN. Zuvor unterstützte er als Redakteur unter anderem das Ilmenauer Studentenradio sowie die Produktion bei der Landeswelle Thüringen.

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