Wenn Support im Rechenzentrum plötzlich zur Herausforderung wird…

Wenn Support im Rechenzentrum plötzlich zur Herausforderung wird...

Ob Quarantäne, Kurzarbeit oder Homeoffice: Der Betrieb in Rechenzentren muss trotzdem weitergehen. Doch in der aktuellen Lage wird das zunehmend schwierig – und dabei haben wir noch gar nicht über Business Continuity Pläne gesprochen. Es zeigt sich: Viele Prozesse, gerade im Rechenzentrum, sind von einzelnen Personen abhängig und somit besonders ausfallgefährdet. Wir haben mit Stefan Hartwig, Mitglied der VINTIN Geschäftsführung, über die entscheidende Rolle von Managed Services in der Datacenter Business Continuity gesprochen.

 

IT-Journal: Die Teams in den Rechenzentren standen in den vergangenen Jahren unter starkem Kostendruck. Oftmals sind nur noch kleine Teams vor Ort präsent. Stellt das aktuell eine Gefahr dar?

Stefan Hartwig: Es ist tatsächlich so, dass viele Betreiber von Rechenzentren seit einigen Jahren nur noch auf eine geringe „Mannstärke“ vor Ort setzen, um den Betrieb des RZ zu gewährleisten. Im Übrigen gilt diese Beobachtung sowohl für Enterprise Kunden, die ein oder mehrere große Rechenzentren betreiben, als auch für Co-Location Anbieter. In Zeiten von Corona ist es jetzt natürlich so: Wenn auch nur ein Mitglied aus dem Team ausfällt, kann das den ganzen RZ-Betrieb gefährden.

Wir sehen aktuell mehrere Szenarien bei unseren Kunden. Zum einen bei großen Betreibern von eigenen Rechenzentren. Diese Rechenzentren sind oftmals das Herzstück der Unternehmens-IT und die Grundlage für das zunehmend wichtigste Gut: Daten! Selbst bei der (teilweisen) Stilllegung von Standorten, müssen die Rechenzentren weiter arbeiten. Ein Ausfall ist schlichtweg nicht akzeptabel und würde den gesamten Geschäftsbetrieb gefährden. Personelle Abhängigkeiten von wenigen Kompetenzträgern sind ein Albtraum in Puncto Business Continuity.

Zum anderen kommt bei Co-Location Anbietern und Hostern noch ein weiterer Faktor hinzu: Wer in der aktuellen Situation nicht adäquat auf Kundenanfragen (z.B. Übernahme von Support-Leistungen vor Ort, neue  Hardware, etc. …) reagieren kann, verspielt sehr schnell die eigene Reputation. Nicht nur der eigentliche Betrieb muss also gesichert sein, sondern auch die Vor-Ort-Services für Kunden. Dies in der aktuellen Lage mit zusätzlichem eigenen Personal zu leisten, ist aber – schon aus wirtschaftlichen Gründen – kaum darstellbar.

IT-Journal: Ihre Teams betreiben selbst Rechenzentren für die Kunden der VINTIN Gruppe, darunter große DAX-Konzerne und Unternehmen der kritischen Infrastruktur. Besteht da nicht das gleiche Problem?

Stefan Hartwig: Da kommt der große Vorteil von Managed Services ins Spiel! Auch wir haben zwar immer ein Kernteam bei unseren Kunden vor Ort – ergänzen dies aber stets durch mobile Kräfte, die die Prozesse und Tätigkeiten bei vielen unserer Kunden genau kennen und bei Bedarf einspringen können. 

IT-Journal: Ok, das leuchtet ein. Ein Team, das mehrere Rechenzentren betreibt, kann im Fall der Fälle rotieren. Aber: Das hilft ja beispielsweise einem Betreiber von Rechenzentren, ob Co-Location oder für den eigenen Betrieb, nicht, wenn für den Einsatz von externen Kräften im RZ-Betrieb keine Ressourcen zur Verfügung stehen…

Stefan Hartwig: Das ist richtig. Einfach mehr Leute einzustellen, die dann aber im Normalbetrieb nichts zu tun haben, kann auch nicht die Lösung sein. Dann würde das eigene RZ ja in kürzester Zeit unrentabel werden. Das heißt aber nicht, dass wir nicht unterstützen können und wollen. 

Wir haben speziell für mittelständische Kunden sowie Co-Location Anbieter einen modularen On-Demand-Service für unsere Datacenter Operations Services entwickelt, der bisher einzigartig am Markt ist – und zudem ein echtes Plus in Sachen Business Continuity. 

IT-Journal: Sind damit überhaupt feste Managed Service Kräfte vor Ort notwendig?

Stefan Hartwig: Nein, dafür muss tatsächlich nicht in feste Kräfte vor Ort investiert werden. Über eine Pauschale sichern sich unsere Kunden so Zugriff auf unsere mobilen Support Teams und können diese für bestimmte Tätigkeiten On-Demand nach festen SLAs und zu festen Kosten beauftragen.

IT-Journal: Wie müssen wir uns das im Detail vorstellen?

Stefan Hartwig: Wir haben bereits ein 3-Stufen-Modell entwickelt. Mit unseren Sapphire, Emerald und Diamond Paketen können uns unsere Kunden je nach Bedarf modular beauftragen und verschiedenste Services entweder on-demand oder per Pauschale beauftragen.

Für Co-Location Anbieter heißt das außerdem, dass den eigenen Kunden Services im RZ angeboten werden können, ohne selbst dafür in Personalressourcen investieren zu müssen. Und für Einrichtungen der kritischen Infrastruktur gehört dieses Modell eigentlich in jedes Business Continuity Konzept für den RZ-Betrieb.

IT-Journal: Wie können Unternehmen und RZ-Betreiber davon profitieren, wenn aktuell eigentlich noch alles „normal“ läuft?

Stefan Hartwig: Natürlich unterstützen wir unsere Kunden auch „vorbeugend“. Im Normalfall schließen wir mit unseren Kunden langfristige Verträge, meist sogar über mehrere Jahre. In der aktuellen Lage haben wir ein spezielles Angebot für die kurzfristige Sicherung der Business Continuity entwickelt.

Das Angebot „Sapphire Lite“ beinhaltet einen „Stand-by-Service“ unserer Datacenter Operations Teams, die bei Bedarf innerhalb von 48 Stunden zu fest definierten SLAs und transparenten Kosten in Ihrem Rechenzentrum einspringen und bestimmte Tätigkeiten übernehmen können. Inklusive ist außerdem die Einweisung und Prozessaufnahme unserer Teams, die sowohl vor Ort als auch virtuell stattfinden kann. In der weiteren Zusammenarbeit finden dann wöchentlich Update-Calls statt, damit unsere Teams im Fall der Fälle schnell arbeitsfähig sind. Das Beste: Den Saphire Lite Service können unsere Kunden auch nur für sechs Monate in Anspruch nehmen! Somit sichern wir die Business Continuity im RZ-Betrieb zu extrem günstigen Konditionen und unterstützen damit vor allem mittelständische Unternehmen.  

 

Weiterführende Informationen zu den modularen Datacenter Services finden Sie HIER. Für unsere Kunden in der Schweiz ist die VINTIN Switzerland GmbH passender Ansprechpartner.

Sollten auch Sie kurzfristig Interesse an unserem Sapphire Lite Angebot haben, so können Sie sich direkt an sales.operations@vintin.de wenden.

Ihr Ansprechpartner bei VINTIN

Stefan Hartwig

Mitglied der Geschäftsführung

+49 (0)9721 675 94 10

sales.operations@vintin.de

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